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                        "He Liu"
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                      Taiwan 1997

                                                       Start: 14.03.02
Dt. Titel:  "Der Fluss"

Genre:      Tragikomödie

Auszeichn.: Silberner Bär (Spezialpreis der Jury), Berlinale 1997;
            Silver Hugo (Spezialpreis der Jury), Chicago 1997;
            Silver Screen Award (Spezialpreis der Jury), Singapore
            1997; Kritikerpreis - Besondere Erwähnung, Sao Paulo 1997

Nominier.:  Goldener Bär, Berlinale 1997; Gold Hugo, Chicago 1997;
            3 Golden Horse Awards 1997 (Tien Miao, Lok Lam; Film)            

Regie:      Ming-liang Tsai
             -> "Ni neibian jidian" ("What Time Is It There?")
                Beste Regie und Grand Prix, Aisa-Pacific Film Festival
                2001; nom. für Goldene Palme, Cannes 2001
             -> "Dong" ("The Last Dance")
                Kritikerpreis FIPRESCI und nom. für Goldene Palme,
                Cannes 1998; Fantasyfilmpreis, Sitges 1998
             -> "Aiqing wansui" ("Vive L'Amour")
                Silver Screen Award, Singapore 1995; Kritikerpreis
                FIPRESCI und Goldener Löwe, Venedig 1994
             -> "Ch'ing shaonien na cha" ("Rebels of the Neon God")
                Bronze Award, Tokio 1993

Darsteller: Kang-sheng Lee
             -> "Aiqing wansui" ("Vive L'Amour")
                Bester Darsteller, Golden Horse Film Festival 1994
             -> "Ni neibian jidian" ("What Time Is It There?")
             -> "Dong" ("The Last Dance")
             -> "Ch'ing shaonien na cha" ("Rebels of the Neon God")
             -> "Fang lang" ("Sweet Degeneration")
            Shiang-chyi Chen
             -> "Ni neibian jidian" ("What Time Is It There?")
             -> "Guling jie shaonian sha ren shijian"
                ("Ein Sommer zum Verlieben")
             -> "Duli shidai" ("A Confucian Confusion")
             -> "Restless"
             -> "Fang lang" ("Sweet Degeneration")
            Ann Hui
             -> "Kong woo giu gap" ("Jiang hu: The Triad Zone")
             -> "Xiatian de xue" ("Sommerschnee")
             -> "Gum gee yuk yip 2" ("Who's the Man, Who's the Woman")
             -> "Lang man feng bao" ("Somebody Up There Likes Me")
             -> "Di jiu tian chang" ("Forever and Ever")
            Hsiao-Ling Lu
             -> "Aiqing wansui" ("Vive L'Amour")
             -> "Ch'ing shaonien na cha" ("Rebels of the Neon God")
            Tien Miao
             -> "Dong" ("The Last Dance")
             -> "Ni neibian jidian" ("What Time Is It There?")
             -> "Hsia nu" ("Ein Hauch von Zen")
             -> "Ch'ing shaonien na cha" ("Rebels of the Neon God")
             -> "Xi tai hou" ("The Empress Dowager")
            
            ferner: Chao-jung Chen, Shiao-Lin Lu, Kuei-Mei Yang

gesehen im: fsk am Oranienplatz #1, Berlin (OmU)

            weitere Kinos: http://www.BerlinOnline.de/kultur/kino/

Die Story:

Wie gut, dass Xiao Kang (Kang-sheng Lee) zufällig anwesend ist, als
ein Filmteam dringend eine natürlich wirkende, im Fluss treibende
Leiche benötigt. Die Regisseurin (Ann Hui) ist nämlich überhaupt nicht
mit der Schaufensterpuppe zufrieden. Xiao stimmt zu und steigt in
den dreckigen Fluss - und das bleibt nicht ohne Folgen. Am nächsten
Morgen erwacht er mit stechendem Schmerz im Nacken und seinen Kopf
kann er nur noch geneigt halten. Das ist unter anderem sehr ungünstig
beim Motorrad Fahren und Essen. Seine Eltern sind verzweifelt und
schleppen ihn zu diversen Ärzten, Wunderheilern und Mönchen, doch
nichts scheint zu helfen...

Kurzbewertungen:
                 Story:          ++
                 Inszenierung:   +++
                 Darsteller:     +++
                 Humor:          ++
                 Romantik:       +
                 Musik:          ++
                 Action/Effekte: ++
                 OV Difficulty:  ? (Mandarin)               **)

                 Gesamteindruck: 7.7 von 10 (Sehenswert)     *)

        InterNet Movie Database Wertungen
                         Gesamt: 7.5 von 10
                         Männer: 7.7 von 10
                         Frauen: 7.3 von 10
                   beste Gruppe: 9.0 von 10 (Frauen 18-29)
            schlechteste Gruppe: 5.5 von 10 (Männer > 44)

Fazit:

Der aus Malaysia stammende Regisseur Ming-liang Tsai hat mit "Der
Fluss" einen Film gedreht, der den Zuschauer in eine obskure,
verstörte und gleichzeitig sehr nachdenklich stimmende Welt entführt.
Auch wenn eine rudimentäre Handlung vorhanden ist, so spielt sie in
diesem Film doch eine untergeordnete Rolle. "Der Fluss" lebt vor allem
von Szenen mit einer eigentümlichen Situationskomik, aber auch solchen,
denen eine gewisse Sinnlichkeit nicht abzusprechen ist. Dieses
taiwanesische Kunstwerk ist sicher nicht für jeden Geschmack geeignet,
hat aber trotzdem das Prädikat "Sehenswert" verdient.


*) Bewertungssystem (in Anlehnung an das tip Magazin):

   4 | --   | Ärgerlich
   5 | -    | Uninteressant
   6 | +-   | Zwiespältig
   7 | +    | Annehmbar
   8 | ++   | Sehenswert
   9 | +++  | Herausragend
  10 | ++++ | Einer der besten Filme aller Zeiten!

**) Verständlichkeit der Originalversion (nach meinem Eindruck :-))

    +   : leicht bis mässig schwierig (keine Dialekte/Slang)
    ++  : Untertitel gelegentlich nützlich
    +++ : Untertitel ratsam
    ++++: ohne Untertitel nicht zu empfehlen (fast nur Dialekt/Slang)

       Independent Cinema in Berlin inklusive Film-Reviews:
                     http://www.030-kino.de